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Recht
von Markus Holz am 16.10.09

© David Sifry
Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Überschriften in den unterschiedlichen Zeitungen und Internetportalen ausfallen. So titelt die österreichische Boulevard-Zeitung "Die Krone" mit dem Satz Ahnungsloses Paar musste Schwulen-Kreuzfahrt ertragen während es Queer.de schlichtweg als Heteros auf Gay-Kreuzfahrt: Schadensersatzklage formuliert. Das Thema ist jedoch dasselbe, denn ein Reiseveranstalter hatte ein Ehepaar auf einen
Dreitagestrip von Civitavecchia nahe Rom nach Barcelona bei Unternehmen Grimaldi Lines [gebucht]. Als sie beim Schiff ankamen, war es von Kamerateams umgeben. Sie erfuhren vor Ort, dass das Unternehmen seien erste "Gay Cruise" für 1.500 Homo-Paare veranstaltete. Eigenen Angaben zufolge waren sie das einzige Hetero-Paar an Bord.
Das ist natürlich nicht jedermanns Sache doch ob den Eheleuten wegen dieses "Faux Pas" nun wirklich 3.000 Euro Schadenersatz zugesprochen werden, wird sich noch herausstellen. Denn auch, wenn ein Ehepaar vermutlich nicht aus freien Stücken eine explizit auf ein Gay-Publikum gerichtete Kreuzfahrt buchen würde: sooo viele Nachteile sind vermutlich auch nicht entstanden. Auf einer "normalen" Kreuzfahrt kann mann/frau sich ja auch nicht aussuchen, mit wem das Schiff geteilt wird und es würde mich schon sehr wundern, wenn die Eheleuten von den übrigen Kreuzfahrtgästen belästigt worden wären.
So bin ich wirklich gespannt, wie dieser Streit ausgeht und werde natürlich darüber berichten.
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