Labadee - Schiffsreisen gehen weiter
abgelegt im Archiv Reiseziele am 19.01.10

© Rob Inh00d
Das Erdbeben in Haiti beherrscht derzeit die Medien und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Horrormeldungen aus dem Karibik-Staat in unsere Wohnzimmer gelangen. Nichtsdestotrotz gehen die Schiffsreisen zur Privatinsel Labadee, die rund 100 Kilometer von der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince entfernt liegt, unvermindert weiter.
Gewiss birgt es einige Probleme, wenn ein Luxusliner nur wenige Kilometer neben hungernden Menschen vor Anker geht. Doch was wäre die Alternative? Ein komplettes Einstellen der Kreuzfahrten?
Die Reederei verteidigte ihre Entscheidung, Haiti weiter im Programm zu behalten. Man habe umfassend darüber debattiert, doch letztlich sei Labadee wichtig für Haitis Wiederaufbau. «Der Lebensunterhalt von hunderten Menschen hängt davon ab», sagte Vizepräsident John Weis gegenüber dem britischen «Guardian».
Das berichtet 20min.ch und allein 530 Haitianer leben unmittelbar oder indirekt von Royal Caribbean. Soll man nun deren Lebensgrundlage auch noch zerstören? Ich finde nicht! Überdies heißt es in dem Artikel:
Die Reederei betonte, sie transportiere auf ihren Schiffen auch Hilfsgüter, die vor Ort vom Hilfswerk «Food for the Poor» verteilt würden, einem langjährigen Partner. Ausserdem versprach sie eine Spende von einer Million Dollar, zudem kamen sämtliche am letzten Freitag erwirtschafteten Einnahmen der Erdbebenhilfe zugute. «Die Gäste waren darüber sehr glücklich», teilte Royal Caribbean mit.
Ein mutiger und lobenswerter Schritt.
Permalink: Labadee - Schiffsreisen gehen weiter
Tags: Labadee Schiffsreise Kreuzfahrt Schiff Royal Caribbean Haiti
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Wong
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