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von Markus Holz am 12.05.09

© *saxon*
Letzte Runde und noch einmal öffnet sich der imaginäre Vorhang für Angie Scheid von Royal Caribbean, der ich an dieser Stelle noch einmal in aller Form für die tollen Reiseberichte aus erster Hand danke! Die letzte Reise geht in den Osten, genauer gesagt nach St. Petersburg. Angie, übernehmen Sie:
Stockholm und Tallinn sind beides schöne Städte, die einen Besuch unbedingt lohnen. Die Perle der Ostsee ist jedoch unbestreitbar Sankt Petersburg.
Die grandiose Architektur der Zarenpaläste, die Innenausstattungen und die Gärten - man könnte Tage damit zubringen. Doch auch die Stadt selbst will entdeckt werden. Eine Rundfahrt durch die Kanäle beweist, dass die Stadt den Titel "Venedig des Nordens" zu Recht trägt. Die Kirchen mit ihren Zwiebeltürmen, die Paläste des Adels und die weiten Plätze, nicht zuletzt die Eremitage - die ganze Stadt atmet Geschichte. Und wenn man zuletzt vor den Gräbern der Zarenfamilie steht, ergreift selbst den abgebrühtesten Geist das Mitgefühl angesichts der Trauer und der Verehrung, die das russische Volk noch heute seinen ehemaligen Herrschern erweist.
Und wenn Sie dann noch das Glück haben, die Stadt bei Sonnenschein zu besuchen, so werden Sie des vorausschauenden Peters des Großen gedenken - diese Stadt war alle Mühen wert.
Vorhang zu. Doch einen kleinen Nachschlag habe ich noch. Denn einige Leser interessiert es natürlich, ob die Autorin außer Kreuzfahrten noch andere Urlaube im Sinn hat. Hat sie und so lesen wir zu dieser Frage:
Die Antwort ist ja, die gibt es. Mein Lieblingsziel liegt in Südengland: das weiße Pferd von Uffington.
Es handelt sich dabei um ein über hundert Meter langes, in steinzeitlichen Linien abgebildetes Pferd, ein Scharrbild, welches dadurch entstand, dass man das Gras entfernte und den weißen Kreideboden freilegte. Es liegt an einem Hügelrücken und ist vom Boden aus kaum als Figur erkennbar. Nur aus der Vogelperspektive wird die künstlerische Kraft der Schöpfer sichtbar. Seine Entstehungszeit ist unbekannt, wird jedoch in der Eisen- oder sogar Bronzezeit vermutet.
Bringen Sie Zeit mit. Der Ort ist schwer zu finden. Man verfährt sich leicht auf den einsamen Feldwegen. Hat man einen Parkplatz gefunden, so läuft man Richtung Hügelrücken. Dort entlang zieht sich ein alter Handelsweg, auf dem tausende von Karren tiefe Rillen in den kalkigen Boden gegraben haben. Der Pfad führt in ein Wäldchen. Dort steht ein altes Hünengrab, Wielands Schmiede. Doch bevor man den Wald erreicht, liegt an der Flanke des Hügels das weiße Pferd. Setzen Sie sich dort ins Gras. Lassen Sie den Blick weit über die Landschaft mit ihren rollenden, grünen Hügeln schweifen. Atmen Sie den Duft des Grases um sich herum. Genießen Sie die Einsamkeit dort oben - alles, was Sie vielleicht hören werden, ist der Gesang eines Vogels aus den nahen Bäumen. Der Ort atmet Ruhe, er hat in seiner Weite und Einsamkeit eine mystische Schwerelosigkeit, einen Frieden, wie man ihn selten findet. Und manchmal liegt ein Blumenstrauß im Auge des Pferdes - Dankesgabe von anderen, die dort oben den gleichen Frieden gefunden haben.
Wer weiß: vielleicht wird dieser geheimnisvolle Ort ja irgendwann auch einmal Ziel eines Landausflugs ...
Permalink: Kreuzfahrt: Tolle Landausflüge V
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Wong
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